Eine Observation kennt man aus dem Fernsehen als aufregendes Szenario. Ein Detektiv ist jemandem auf der Spur, den er durch alle möglichen Stadtteile verfolgt. Dabei kommt es zu allerlei brenzligen Situationen. Eine Verfolgung zu Fuß ist ebenso spannend zurecht geschrieben, wie eine Observation aus dem Auto heraus. Manchmal kann der Detektiv aber das Fahrzeug nicht benutzen, denn wo die Straße endet, ist auch das Auto überflüssig. Dann geht es per pedes weiter durch verwinkelte Gassen, durch Menschenmassen in Geschäften, durch alte Fabrikhallen und zweifelhafte Hinterhöfe. Es endet im TV immer damit, dass der Ermittler die Observation, eventuell unter Einsatz seines Lebens, so beendet, dass er die Bösen der Polizei übergeben kann, die Guten zufrieden sind, und somit alles ein gutes Ende nimmt.
Strapazen sind mit einer Observation zu Fuß durchaus verbunden. Es kann schließlich sogar sein, dass der Detektiv dem Verdächtigen beim Joggen durch den Park, beim Wandern über unwegsames Gelände oder eben durch die halbe Stadt folgen muss. Dabei heißt es immer, der Zielperson so nahe wie möglich auf den Fersen zu bleiben, aber auch nicht entdeckt zu werden. Dies ist manchmal eine Kunst, denn nicht immer verhalten sich Menschen so, wie man es von ihnen erwartet. Ein plötzliches Umkehren ist mit einzuplanen. Merkt die Zielperson dann, dass sie verfolgt wird, sind die Ermittlungen hinfällig, die Observation muss abgebrochen und von einem anderen Detektiv fortgeführt werden. Flexibles Denken ist unabdingbar, wenn man eine Observation erfolgreich abschließen möchte, sodass man auch die entsprechenden Ergebnisse an die oft schon ungeduldig wartenden Kunden liefern kann.
